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Programm WeGebAU

Im Fokus dieses Programms stehen ungelernte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist grundsätzlich Aufgabe der Unternehmen und Beschäftigten selbst.

Nach wie vor werden die Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt aber entscheidend von der Qualifikation bestimmt. Gering qualifizierte und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen das mit Abstand größte Arbeitsmarktrisiko, ihre Beteiligung an Weiterbildung ist dennoch gering. Die Förderung aus diesem Programm stellt daher eine Anschubfinanzierung für die Weiterbildung insbesondere in kleineren und mittleren Unternehmen dar.

Seit 2006 stehen zur Unterstützung der Qualifizierungsförderung von Beschäftigten im Rahmen eines speziellen Programms zusätzliche Mittel im Haushalt für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung.

Zielgruppe des Programms sind geringqualifizierte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Gefördert werden können Personen, die von ihren Arbeitgebern für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dem Arbeitgeber ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden.

Der Arbeitnehmerin/ dem Arbeitnehmer können die notwendigen Lehrgangskosten ganz oder teilweise erstattet werden. Darüber hinaus kann ein Zuschuss zu den zusätzlich entstehenden übrigen Weiterbildungskosten (z. B. Fahrkosten) gewährt werden. Kosten, die aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses ohnehin anfallen (z.B. Fahrstrecken zur Arbeitsstätte, Kosten für Kinderbetreuung oder die Kosten für eine Zweitwohnung am Arbeitsort) können nicht erstattet werden.

Bei Beschäftigten in kleineren und mittleren Unternehmen übernehmen die Agenturen für Arbeit die Lehrgangskosten nur teilweise:

  • bis zu 75% bei älteren Beschäftigten (§ 82 SGB III), bei denen die Schulungszeit zumindest teilweise in die übliche Arbeitszeit fällt (die verbleibenden Kosten sind vom Betrieb und/ oder der Arbeitnehmerin/ dem Arbeitnehmer zu tragen) und
  • bis zu 50% in allen anderen Fällen, wenn der Arbeitgeber mindestens 50% der Lehrgangskosten trägt.

Eine volle Übernahme der Lehrgangskosten erfolgt unabhängig von der Betriebsgröße dann, wenn die Arbeitnehmerin/ der Arbeitnehmer keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss hat und an einer Weiterbildung teilnimmt, die einen anerkannten Berufsabschluss vermittelt.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten für die Förderung einen Bildungsgutschein. Damit können sie unter zugelassenen Weiterbildungsangeboten wählen. Auf die Ausstellung eines Bildungsgutscheins kann verzichtet werden, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmerin / Arbeitnehmer damit einverstanden sind.

Förderung der beruflichen Weiterbildung bei Transferkurzarbeitergeld

Mit dem Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetz (AWStG) werden ab 1.8.2016 neue Förderungsmöglichkeiten für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung in Transfergesellschaften geschaffen. Dadurch werden Anreize erhöht, für die Aufnahme einer neuen Beschäftigung notwendige Qualifizierungen frühzeitig bereits während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld durchzuführen. Die Förderung unterscheidet sich danach, ob die Weiterbildung während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld endet oder darüber hinausgeht:

a) Weiterbildungen, die während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld enden

Gefördert werden können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab Vollendung des 45. Lebensjahres und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne oder nicht mehr verwertbaren Berufsabschluss. Die Förderung setzt weiter voraus, dass

  • die Agentur für Arbeit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Beginn der Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme beraten hat,
  • der Träger der Maßnahme sowie die Maßnahme nach den Zulassungsvorschriften des Sozialgesetzbuches Drittes Buch (SGB III) zugelassen sind und
  • der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Lehrgangskosten trägt.

Die Förderung umfasst die Übernahme von höchstens 50 Prozent der Lehrgangskosten und die vollständige Übernahme der Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Kinderbetreuung sowie der Fahrkosten. Während der Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Transfergesellschaft wird das Transferkurzarbeitergeld weitergezahlt.

b) Weiterbildungen, die über das Ende des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld hinausgehen

Gefördert werden können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne oder nicht mehr verwertbaren Berufsabschluss. Die Förderung setzt weiter voraus, dass

  • die Agentur für Arbeit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Beginn der Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme beraten hat,
  • die berufliche Weiterbildung zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf führt,
  • der Träger der Maßnahme sowie die Maßnahme nach den Zulassungsvorschriften des SGB III zugelassen sind und
  • der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Lehrgangskosten trägt.

Die Förderung umfasst die Übernahme von höchstens 50 Prozent der Lehrgangskosten während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld. Danach werden die Lehrgangskosten bis zum Ende der Weiterbildung vollständig übernommen. Für die Gesamtdauer der Weiterbildung werden die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Kinderbetreuung sowie der Fahrkosten vollständig übernommen. Nach Ende des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld wird bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung gewährt.

In Insolvenzfällen kann eine geringere Beteiligung des Arbeitgebers an den Lehrgangskosten vorgesehen werden, damit auch in diesen Fällen notwendige Qualifizierungen durchgeführt werden können.

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